Atlantik pur! Wir gehen offshore.

NorthScape ist dem Offshore-Gedanken verpflichtet. Daher findet ein Großteils unser Trainings-Törns abseits von gewohnten Segelschul-Gebiten statt.  Mit unserer Jacht laden wir euch zu Passagen, Überfahrten und Trainings der besonderen Art ein. Wir würden uns freuen, wenn dir dieses Angebot zusagt. Anbei ein Link zu unserer Jacht oder die Einladung mit uns Kontakt aufzunehmen - ganz unverbindlich und unkompliziert.

 

Welche Etappen stehen an?

Manchmal ist es kurzfristig und eine Herausforderung für den Terminkalender. Dafür versuchen wir ein möglichst interessantes Programm zu entwickeln. Hier nun unsere nächsten Offshore Etappen:

Lanzarote - Madeira

Wir starten auf der nördlichsten Insel der Kanaren und machen einen Schlag nach Madeira.

    • Termin: 14.09. bis 19.09. 2026
    • Entfernung: Ca. 300 NM
    • Dauer: 3 Tage reine Fahrzeit - je nach Wind und Wetter
    • Kosten: 1400,- € in einer Koje einer Doppelkabine (2000,- Kabine zur Einzelbenutzung)
    • Inhalt: Wir bereiten die Jacht auf eine offshore Überfahrt vor und planen gemeinsam abhängig von Wind und Wetter die Route. Du lernst wie du eine Passage planst, vorbereitest und durchführst. Wir halten uns dabei an das APEM

    Madeira - Porto

    Der nächste Schlag bringt uns zurück an das Festland.
     

    • Termin: 20.09. bis 27.09. 2026
    • Entfernung: Ca. 600 NM
    • Dauer: 5 Tage reine Fahrzeit - je nach Wind und Wetter
    • Kosten: 1600,- € in einer Koje einer Doppelkabine (2200,- Kabine zur Einzelbenutzung)
    • Inhalt: Wir bereiten die Jacht auf eine offshore Überfahrt vor und planen gemeinsam abhängig von Wind und Wetter die Route. Du lernst wie du eine Passage planst, vorbereitest und durchführst. Wir halten uns dabei an das APEM

     

    Porto - Illas Cíes

    Kurs Nord entlang der Küste Nordportugals und Galiziens mit Ziele  sind die Illas Cíes, oft als „Galiziens Karibik" bezeichnet.

    • Termin: März 2027
    • Entfernung: ca. 180–220 NM
    • Start: Porto, Portugal
    • Ziel: Illas Cíes (Nationalpark, Galicien, Spanien) – mit Rückkehr nach Porto
    • Dauer: 7 Tage
    • Kosten: 1.600,-Koje in der Doppelkabine (2.200,- Kabine zur Einzelnutzung)
    • Inhalt: Im Mittelpunkt stehen echtes Offshore-Segeln, das Sammeln wertvoller Seemeilen und das Erleben der spektakulären Rías mit ihren malerischen Fischerdörfern und geschützten Ankerplätzen.

       

    Vigo – Brest

    Von der Ría de Vigo geht es hinaus auf den offenen Atlantik – Kurs Nord, quer über die Biskaya und weiter in die Bretagne mit ihrer zerklüfteten Küste.

    • Termin: April 2027
    • Entfernung: ca. 380-420 NM
    • Start: Vigo, Galicien (Spanien)
    • Ziel: Brest, Bretagne (Frankreich)
    • Dauer: 10 Tage
    • Kosten: 1.800,-Koje in der Doppelkabine (2.400,- Kabine zur Einzelnutzung)
    • Inhalt: Die Biskaya ist berüchtigt für ihre Launen – am Kontinentalschelf steigt die Wassertiefe abrupt von wenigen hundert Metern auf mehrere tausend Meter, was zu markanter Dünung führen kann. Genau das macht diese Strecke zum idealen Revier, um echte Seemeilen und Offshore-Erfahrung zu sammeln – mit gutem Wetterfenster-Management und solider Seemannschaft.

       

    Zuhause auf hoher See

    FARSCAPE - GibSea 442 

    Lerne unsere Jacht FARSCAPE kennen, eine GibSea 442 Master, die speziell für Atlantik-Törns ausgerüstet ist. Auf dieser Seite gewähren wir dir Einblicke in ihr Layout, ihre Ausstattung und die Geschichte ihrer Reisen. Die FARSCAPE ist mehr als nur ein Schiff; sie ist ein schwimmendes Zuhause für außergewöhnliche Abenteuer.

    Dein Plus an Exklusivität und Expertise

    Unsere Angebote zeichnen sich durch Kleingruppen, intensive persönliche Betreuung und ein anspruchsvolles Programm aus. Entdecke ausgefallenere Destinationen und One-Way-Törns während der Überstellung der FARSCAPE. Bei uns erlebst du nicht nur eine Reise, sondern eine Freundschaft, die auf gemeinsamen Leidenschaften basiert.

    Infos zur Passagen-Planung

    Wir lehren ein klares, vierstufiges Modell für die Törn Planung, das auf den internationalen IMO-Richtlinien (SOLAS V) basiert. Dieses Framework wird oft auch unter dem Akronym APEM zusammengefasst.

    Für ein anspruchsvolles Offshore-Vorhaben lässt sich dieses Modell wie folgt strukturieren:

     

    1. Appraisal (Bewertung & Informationssammlung)

    In dieser Phase werden alle harten Fakten zusammengetragen, die sich vorab nicht ändern: 

    • Unterlagen: Sichten von Seekarten, Großkreis- bzw. Routing-Charts sowie Revierführern (Pilot Books).
    • Schiff & Crew: Ist das Boot hochseetauglich (Sicherheitsausrüstung)? Passt die Erfahrung der Crew für eine mehrtägige Wache auf offener See?
    • Großräumige Strömungen: Analyse des Stroms zu der jeweiligen Jahreszeit und Region.

     

    2. Plan (Die konkrete Detailplanung)

    Hier wird der Törn theoretisch auf dem Papier bzw. digital durchkonstruiert: 

    • Route & Wegpunkte: Festlegen der Waypoints außerhalb von Flachwasserzonen. Entscheidung über Zwischenstopps oder Navigationsmarken.
    • Wetter & Routing: Einbeziehen von GRIB-Dateien. Da im Sommer z.B. an der Nordatlantikküste der Nortada dominiert, muss oft gegen den Wind gekreuzt werden, was die reale Segeldistanz deutlich verlängert.
    • Häfen des Zufluchtsorts (Ports of Refuge): Festlegen von Alternativen, falls das Wetter umschlägt.

     

    3. Execution (Die Durchführung)

    Der Plan wird in die Tat umgesetzt, sobald der Skipper grünes Licht gibt: 

    • Briefing: Die Crew wird vor dem Ablegen über die Route, die Sicherheitsausrüstung und das Wachsystem informiert.
    • Sicherheitsmeldung: Hinterlegen des Törn Plans an Land, inklusive der kalkulierten Ankunftszeit (ETA) am Zielort.

     

    4. Monitoring (Die laufende Überwachung)

    Während der Strecke wird der Plan kontinuierlich überprüft:

    • Positionskontrolle: Regelmäßiges Eintragen der GPS-Koordinaten in die Seekarte oder das Logbuch (bzw. Training mit dem Sextanten bei Ocean-Kursen).
    • Wetter-Updates: Kontinuierlicher Abgleich des realen Winds mit dem Wetterbericht, um den Kurs bei Bedarf anzupassen.
    • Cross-Track-Error: Überwachung der Abdrift durch Wind und Strom.